Spedition Hammer, Aachen

Brummis auf Sonnenenergie

Auf dem Dach der Aachener Spedition wurden mehr als 7000 m² mit Solarpanels ausgestattet. Die Idee ist eine 500.000 kWh große Leistung zu erreichen. Damit soll die Anlage eine schon 2010 gebaute Anlage unterstützen, um den kompletten Energieverbrauch des Unternehmens zu generieren. Das Unternehmen bemüht sich seit Jahren um ein besseres Image. Laut Herr Hammer keine besonders leichte Aufgabe für ein Logistikunternehmen. Durch den großen Energieverbrauch, der unter anderem eine Ozonwaschanlage im Unternehmen betreibt und den kompletten Logistikbereich, wurden mehr als 1,5 Millionen kWh pro Jahr an Energie benötigt. Ein sehr großer Kostenaufwand, den das Unternehmen versucht mit der Solar Anlage zu reduzieren. Werden so gewaltige Summen an Energie benötigt, kann man mit der Investition in die geeignete Anlage sehr kurzfristig Gewinne erzielen.

Ein wichtiger Punkt für den Besitzer war das Image des Unternehmens zu verbessern. Bei der Lkw-Flotte wurde schon in den letzten Jahren extrem an dem Verbrauch gearbeitet und ein sehr strenges Umweltmanagementsystem eingeführt. Mit der Einführung der großen Solaranlage, verspricht sich das Unternehmen ihren Ruf als Umweltsünder zu verbessern. Laut Firmengründer hat die installierte Anlage die Kapazität eines kleinen Kraftwerkes, mit dem man ein ganzes Eifeldorf komplett mit Strom versorgen könnte. Und das alles umweltbewusst und ohne CO2-Emissionen.

Das Unternehmen versucht 30 % der generierten Energie wieder in das Netz einspeisen zu können. Im Moment werden Versuche gemacht, mit Anhängern die über ein hartes Dach verfügen, mit speziellen Folien ebenfalls Strom zu erzeugen. Nach Angaben der Installationsfirma gibt es in Deutschland ungefähr 12 Millionen m² Dachfläche, über die man 60 % des deutschen Energiebedarfs abdecken könnte wenn sie mit Solaranlagen bestückt wären. Dies wäre ein großer Schritt um die Energieprobleme in Deutschland in den nächsten Jahren bewältigen zu können.

MGM Casino Resort Las Vegas

Las Vegos on Sun

Der Casinogigant aus Las Vegas hat einen anderen Weg eingeschlagen um seine Energie umweltbewusst zu erzeugen. Mit der Firma NRG wurde eine Vereinbarung geschlossen, dass der Firma erlaubt auf dem Dach des Casinos eine Solaranlage zu installieren. Die generierte Energie wird dem Casino dann verkauft, um die Investition rentabel zu machen. NRG rechnet mit Folgeaufträgen in Las Vegas, falls das Projekt ohne Probleme gestartet werden kann. Die Anlage soll in der ersten Phase mindestens 6,4 Millionen Watt generieren. Das entspricht ungefähr 20 % des Verbrauchs von dem Casino. In der zweiten Phase sind zwei weitere Solaranlagen geplant, mit jeweils 1,5 Millionen Watt.

Das ist das erste kommerzielle Solarprojekt für die MGM Gruppe in den vereinigten Staaten. Dabei kann die Installation perfekt das sonnige Wüstenklima von Las Vegas ausnutzen. Die Stadt Las Vegas verspricht sich mit dem Projekt den Energiebedarf am Tage reduzieren zu können und keine Energie von auswärts mehr kaufen zu müssen. Im Gegensatz zu Deutschland wird in den las Vegas mehr Strom durch Klimaanlagen am Tage verbraucht. Nachts fällt der Verbrauch leicht ab.

MGM verspricht sich durch den Einsatz der neuen Solaranlagen nicht nur sein Image zu verbessern, sondern auch die Energiekosten um bis zu 12 % zu senken. In den letzten fünf Jahren versucht das Unternehmen drastisch den Verbrauch von natürlichen Ressourcen zu reduzieren. Als erster Erfolg wurde der Wasserverbrauch um mehr als 3,5 Billionen Liter in der ganzen Unternehmensgruppe reduziert. Es werden mehr Solaranlagen für die Einrichtungen des Unternehmens geplant, um den gleichen Erfolg auch mit den Energiekosten zu erzielen. An Platz wird es dem Unternehmen nicht mangeln, nur in Las Vegas verfügt man über mehr als 20 ha Dachfläche. So wird es nicht an Platz mangeln für zukünftige Solaranlagenprojekte.